Heute morgen, obwohl Sonntag war, hat es ab um 8 neben unserem Zimmer irgendwo gehämmert. Das haben wie nicht lange ausgehalten, sind viertel nach acht aufgestanden und um 9 losgegangen. Schon wieder Richtung Fähre. Und mein Bein tat immer noch weh von den Wat Arun Stufen!! Unterwegs haben wir Ananas und chinese dumplings zum Frühstück gekauft (das sind hefeteigknödel, die innen mit irgendetwas gefüllt sind; womit weiss man vorher nicht, wenn man kein Thai spricht. In unseren war einmal Schweinefleisch, einmal süßer bohnenstampf und einmal vanillecreme. Also, gar kein so schlechter Fang.). Dann sind wir wieder zur Fähre gegangen und zum Wang Lang Markt auf der anderen Seite des Flusses gefahren. Laut Karte sollte das ein Kunst- und Handarbeitsmarkt sein, es stellte sich aber heraus, dass es auch nur wieder ein ganz normaler Markt mit sehr viel Essen und Leckereien, Getränken, Klamotten, Schmuck und Ramsch war. Es ist ehrlich sehr schwer diesem riesen Angebot an snacks und leckeren Dingen zu widerstehen! Immer und zu jeder Tageszeit sieht man Leute essen. Und da soll man selber nicht schwach werden... Naja, bis halb elf sind wir da herum gelaufen, dann zurück zur Fähre gegangen und eine Station weiter auf der anderen Seite wieder ausgestiegen. Dort war die Nationale Kunstgalerie, in die wir es gestern nicht mehr geschafft hatten. Heute waren wir rechtzeitig. Die Galerie selber war nicht groß, aber die Ausstellungen recht schön. Neumoderne kreative Steinhauerei und Bilder, viele Portraits von Thai-Königen und eine Fotoausstellung. Insgesamt wirkte das ganze wie ein großes unzusammenhängendes Sammelsurium von Gemälden; fast so, als ob sie einfach alle Bilder, die sie hatten, nebeneinander aufgehängt haben, so wie die Rahmen von der Größe her gerade passten :D es war aber trotzdem schön. Und alle Räume hatten eine Klimaanlage!!! Mein Lieblingsbild s. unten! Als wir durch waren, war es 12:15 Uhr und wir beschlossen, uns ein Mittagsplätzchen zu suchen. Wir sind die Lua Huang Straße einmal ganz entlang gelaufen, bei sengender feuchter Hitze. Das tollste war: wir sind an dem Golden Mountain Temple vorbeigekommen, an dem uns Yoyo, der tuk-tuk-Fahrer eigentlich absetzen wollte (was er aber offensichtlich doch nicht getan hatte!). Am Ende der Straße kamen wir wieder am Bo Be Market heraus, den wir am Mittwoch nach unserer touri-tuk-tuk-Fahrt schon mal entdeckt hatten. Hier haben wir dann gegen 13 Uhr Bandnudeln mit Gemüse gegessen, Ananas zum Nachtisch und wollten uns dann langsam auf den Heimweg machen. Dazu muss ich noch folgendes erzählen: Das Zentrum von Bangkok wird durch Zugschienen in einen westlichen Teil (der ältere Teil, wo wir meist unterwegs waren) und einen östlichen Teil (der neuere Teil mit vielen Hochhäusern) geteilt. Wir wollten direkt an den Schienen entlang nach Süden bis zu unserer Straße laufen. Also haben wir uns durch kleine Straßen bis zu den Schienen gesucht. Und es war wie im Film: alte, arme kleine Häuschen direkt neben den Bahngleisen, Kinder und Katzen, die darauf gespielt haben, aufgehangene Wäsche und Müll (ich reiche später Fotos nach). Leider ging der Weg neben den Gleisen nicht ganz durch und wir wurden mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass es privat sei und es sowieso keinen Ausgang gebe. Also mussten wir umkehren, zurück über den fruit market, bis zum Bo Be Markt und dann eine normale Straße entlang parallel zu den Gleisen laufen, wir liefen dann also zum ersten Mal durch den östlichen Teil (der aber alles in allem nicht so schön war wie der westliche). Und wir haben so geschwitzt! Die Straße kam uns endlos vor! Nach einer Weile sind wir lustigerweise an dem Hotel, in dem Hanna und Oscar wohnen, vorbei gekommen :) wir wohnen gar nicht weit voneinander entfernt! Naja, jedenfalls, halb vier waren wir endlich fußlahm, k.o., müde und verschwitzt wieder am Hotel. Als erstes eine Dusche, dann nochmal Wäsche gewaschen und währenddessen ein Nickerchen. Halb sechs sind wir mal rüber gegangen zum Sheraton Hotel und haben gefragt, ob wir durch die ein Taxi für heute Nacht bestellen können (wir müssen um 3:30 Uhr losfahren); scheint zu klappen. Zurück zum Hotel, Wäsche war fertig, wieder raus zum Abendessen. Die kleinen Stände, die wir uns bei unserem Nachmittagsmarsch ausgeguckt hatten, waren leider schon zu. Also sind wir wieder ein kleines Stück Richtung Chinatown gelaufen und haben einfach die erste mobile wok-Küche die wir sahen, zu unserem Abendbrotsplatz auserkoren. Und es war hervorragend!!! Nudeln mit Gemüse, Pilzen und Krebsfleisch. Leider fing es kurz nachdem wir uns gesetzt hatten, dermaßen an zu schütten, dass wir trotz Überdachung von einer Seite voll durchnässt wurden! Unser Nachmittagsregen hatte sich heute also verspätet und um 19 Uhr erst zugeschlagen. Naja, glücklicherweise war genau gegenüber ein 7eleven, in den wir uns nach dem Essen flüchten konnten und dort unser letztes Geld für Getränke und Frühstückssnacks für morgen früh ausgegeben haben (das hatten wir sowieso vor, auch ohne Regen). Als wir endlich fertig waren, regnete es schon fast nicht mehr und wir konnten nach hause laufen. Hier haben wir dann unsere Reisesachen komplett gepackt. Chuck konnte organisieren, dass uns unser Hotel morgen früh ein Taxi ruft. So müssen wir unser Zeug nicht bis zum Sheraton schleppen. Aufstehen wird schwer: viertel vor 3 Uhr, dann Taxi von 3:30 bis 4:30 Uhr und um 6:45 Uhr geht unser Flug nach Hanoi (Vietnam).
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