Wie geplant sind wir also heute um 7 Uhr aufgestanden, haben unser Frühstücksbrötchen (von gestern aus dem Supermarkt) gegessen und furchtbar schlechten löslichen Kaffee getrunken und sind schon 8:15 Uhr aufgebrochen. Trotzdem war es schon wieder heiss und schwül, jetzt schon! Wir sind bis zur Fähre gegangen und nach Tha Chan gefahren; das war quasi die Haltestelle, direkt bei dem Königlichen Palast. Kurz nach Öffnung un 8:30 waren wir dort, aber es war schon jetzt voll, laut und anstrengend. Wir haben erstmal für Chuck eine Leihhose geholt um seine Beine zu verdecken, den Rest hatten wir selbst dabei (langärmliges und geschlossene Schuhe). Dann Tickets für 800 baht und rein. Was haben wir geschwitzt. Es war unglaublich. Ich habe eine schweißtröpfchenspur hinter mir her gezogen! Chuck mit seiner langen leihhose über seiner kurzen Hose ging es nicht viel besser! Aber es nutzt ja nix, lange Sachen mussten sein. Das einzige, was niemandem auffiel, war, dass ich die ganze zeit Flipflops an hatte ;) aber für den Notfall hatte ich auch richtige Schuhe dabei! So sind wir dann also rein in das Palastgelände. Als erstes kam wieder eine Tempelanlage mit einem königlichen Pantheon, den riesigen Steinwächtern vor den Toren (wunderschön und eindrucksvoll), Pavillons, einem Modell von Angkor Wat, einem goldenen Turm und vielen vielen kleinen goldenen und bunten Statuen, Buddhas und Verzierungen. Dazwischen überall kleine Treppen und verschachtelte Wege, ganz ähnlich also, wie gestern in Wat Pho. In der Mitte des Tempelgeländes stand der eigentliche Tempel des Emerald Buddha (eigentlich unser Hauptgrund hierher zu kommen). Es ist ein Buddha ganz aus Jade, aber weil es durchsichtige Jade ist, wird es Emerald genannt. In dem Tempel war es ziemlich voll, es gab sehr viel goldene Verzierungen und einen goldenen Thron, auf den ganz oben ganz weit weg ein kleiner grüner Buddha saß, den man von unten fast nicht erkannt hat! Man durfte eigentlich keine Fotos machen aber für euch habe ich da mal eine Ausnahme gemacht ;) (Foto). Insgesamt war der Buddha also weniger spektakulär als wir gedacht hatten. Dann waren wir mit der Tempelanlage fertig und sind zur zweiten Station, dem Königspalast gegangen. Dort durfte man aber nicht hinein, sondern ihn nur von außen bewundern. Und wir haben immer mehr geschwitzt. Und es kamen immer mehr asiatische Touristen, die sich mit allem fotografieren mussten und ein Foto ohne andere Menschen darauf völlig unmöglich machten! Vor dem Palast standen Wachen, die, ähnlich wie in London vor dem Buckingham Palace keine Miene verzogen haben! :D das Gebäude neben dem Palast war leider wegen Renovierungen geschlossen. Dann die dritte Station war ein Museum mit - naja, sagen wir mal - dem Rest an Zeug, was nicht mehr in das Nationalmuseum gepasst hat. Aber wenigstens war es dort drinnen leer und es gab Ventilatoren. Als letztes konnten wir noch in das Münz- und Schatzmuseum gehen. Dort haben wir erfahren, dass der Buddha drei verschiedene goldene Kleider besitzt. Eine Garderobe für die kalte Jahreszeit, eine für die warme und eine für die Regenzeit. Kalt und warm hingen jetzt in dem Museum also trug der Buddha gerade wohl seine Regenjacke. ;) nach zwei Stunden (also 10:30 Uhr) waren wir mit der Runde durch, gaben die Hose zurück und verließen den Trubel. Von der Fährhaltestelle aus (unglaublich, die vielen Fische in dem Dreckwasser! Und die werden noch geangelt!) haben wir einmal quer über den Fluss übergesetzt. Dort sind wir erst ein bisschen herum geirrt, haben dann aber schließlich doch den richtigen Weg Richtung Wat Arun, the temple of dawn, gefunden. Der Weg durch diese Gegend auf der anderen Seite des Flusses, kam uns vor, wie durch eine Vorstadt von Bangkok, obwohl wir nur durch den Fluss vom Zentrum getrennt waren! Halb zwölf kamen wir bei dem Tempel an; und ich muss sagen: er war ziemlich beeindruckend! Vor allem, weil er anders war als die Tempel die wir bisher gesehen hatten! Kein großes Haus mit Buddha innen drin, sondern ein großer Kegel, umringt von vier kleinen Kegeln; auch hier wieder alles wunderschön verziert! Man konnte bis auf die halbe Höhe des großen Kegels hin aufgehen, wobei eine dieser Treppenstufen etwas zwei bis drei normalen stufen entsprachen! Hoch ging noch, aber diese steilen Riesenstufen wieder herunter - ohgottohgott! Die Aussicht von oben war fantastisch! Man konnte den Fluss entlang sehen, in der Ferne die Wolkenkratzer des business districts, gegenüber der Königspalast und Flusslauf die vielen Boote, Tempel und Kanäle. Einfach echt schön! Von den riesen Stufen tat aber mein linker quadrizeps so weh, dass ich für den Rest des Tages, Stufen nur noch sehr langsam bezwingen konnte. Dann war es eine Stunde später, halb eins, und wir hatten Hunger. Auf unserem Hinmarsch hatten wir eine Art Suppenküche entdeckt, zu der wir dann zurück gelaufen sind und gegessen haben. Und wie! Zwei Teller Nudelsuppe, Salat und Fleischspieße, bis wir nicht mehr konnten - und es war leeeecker! Halb zwei sind wir wieder zur Fähre gelaufen, mit einmal umsteigen zurück zu unserer Anlegestelle gefahren und zum Hotel gelaufen. Wir brauchten dringend eine Pause und Abkühlung. Also waren wir von um zwei bis um sechs im Hotel. Und das war auch gut so, denn pünktlich zum Nachmittag setzte wieder Starkregen ein, der diesmal ungewöhnlich lange anhielt. Wir haben dann solange Postkarten geschrieben, Wäsche gewaschen und schon mal ein bisschen über Vietnam nachgelesen. Als kurz nach sechs der Trockner mit unserer Wäsche endlich fertig war, wollten wir wieder losgehen; mussten dann allerdings erst noch die Wäsche wieder im Zimmer aufhängen und verteilen, sie war nämlich nicht trocken. Gnargs. Das erledigt, dann los. Draußen regnete es noch immer, also wollten wir ein Taxi nehmen. Es war aber kein einziges frei, also sind wir einfach in den nächsten Bus 1 gesprungen. Unser Ziel war das Scirocco, eine bar in der 64. Etage eines Towers in der charoen krung road. (Leider wieder ohne Hanna und Oscar, sie hatten heute schon andere Pläne). Im Bus war es voll und heiß und wie gleich wieder durchgeschwitzt. Außerdem hatten wir keine Ahnung, wo wir raus mussten. Ein nettes Thai-Mädchen hat uns dann mit raus genommen und gesagt, wo wir hinmüssen. Wir sind schonmal in die Richtung gegangen, haben aber erst in einem kleinen eck-imbis zu abend gegessen: wan-tan-suppe und yum-kan-kung-suppe. Beides sehr gut und sehr scharf. Dann waren es nur noch drei Schritte bis zum Bangkok Tower, in dem die Scirocco-Bar sein sollte. Wir fuhren in den 64. Stock, fanden einen Platz an der bar (leider an der sushi-bar und ich musste die ganze zeit beim sushi-machen zugucken!), bestellten cocktails und knabberten oliven und Pistazien. Leider war der Außenbereich der Bar wegen Regens (!!) noch gesperrt, aber nach unserem zweiten Cocktail konnten wir endlich auf die Terrasse. Der Blick rundrum war atemberaubend!! Bis halb zehn etwa sind wir dort geblieben, dann hatten wir die Nase voll von Wärme und Touris und sind mit einem Taxi zurück zum Hotel gefahren. 23 Uhr - gute Nacht! :)
Sind die goldenen Statuen mit den Löwenmasken und den Stäben die Wachen oder wirklich Statuen?
AntwortenLöschenMutz möchte noch wissen, ob ihr eigentlich sicher wisst, was für Fleisch auf euren Spießen war :)
Schöne Gebäude, schöne Fotos!