Mittwoch, 15. August 2012

Mi, 15. August - tourist trap 2.0

Wieder früh aufgestanden und uns fertig gemacht und um 8 Uhr raus gegangen. Zum Frühstück waren wir heute in einem anderen kleinen Cafė, der Kaffee war gut, das Gebäck nicht so. Von dort aus wollten wir heute eigentlich eine Kanalwanderung unternehmen: Bangkok liegt am großen , von dem aus mehrere (dreckige und ziemlich ungut riechende) Kanäle abgehen. In der nähe des einen ist unser Hotel, den wollten wir hoch laufen quer durch die Stadt und an einem anderen Kanal entlang wieder zurück. Wir waren noch keine 5 Minuten gelaufen, da wurde uns schon wieder ein tuk-tuk angeboten. Zuerst wollten wir ablehnen, aber der Fahrer machte uns ein super Angebot: 1 Stunde Stadtrundfahrt für 20 Baht (etwa 50 cent). Da sagten wir zu und fuhren los. Allerdings war der gute Preis an ein paar Bedingungen geknüpft. Dazu später. Wir hielten beim ersten Buddha-Tempel an mit einem wunderschönen goldenen sitzenden Buddha. Kostete selbstverständlich Eintritt und dann nochmal extra für den Schal, den ich mir leihen und um meine unsittlich entblößten Schulter legen musste. Aber der Tempel war sehr schön! Alles ist so bunt und golden, jeder zieht seinen Schuhe aus, alles riecht nach Räucherstäbchen und man darf alles fotografieren!! :) von dort ging es weiter zum ersten Sponsor unseres tuk-tuk-fahrers Yoyo: einer Touristeninformation. Es war nämlich so, dass yoyo für jeden angekarrten Touristen einen Tankstempel und somit kostenloses Benzin bekam. Wir sollten 10 Minuten mit denen da drin reden mussten aber nichts kaufen. Okay, wir sind also da rein und haben ein paar Fragen über Bangkok gestellt, bevor versucht wurde uns eine touri-tour zu diversen Tempeln zu verkaufen. Wir haben aber dankend abgelehnt und Yoyo war etwas gnaddelig, weil wir nichts gekauft hatten. Dafür bekommt er nämlich zwei Stempel. Auf gings zu seinem nächsten Sponsor: einem Herrenaustatter. Hier fand Chuck eine sehr schönee teure Lederjacke, aber wir haben auch hier nichts gekauft. Danach hat uns Yoyo zu noch einem Buddha-Tempel gefahren (leider habe ich von beiden Tempeln die Namen nicht mitbekommen). Dort kamen wir rein und bekamen unsere Portion buddha-glück ohne Eintritt und auch an meinen schultern schien sich hier niemand zu stören! Auf den Tempelgelände lebten ein paar weiße Kühe in einem Stall und viele kleine Katzen in den schattigen Ecken :) wir sind einmal um den Tempel herum gelaufen und dann zurück zu Yoyo, der uns zu seinem dritten Sponsor, einem "souvenir-shop", der sich später als Silber-Manufaktur herausstellte, fuhr. Davor standen schon viele viele andere tuk-tuks und drinnen war es voller weißer Touristen. Außerdem stand ein Ferrari vor dem Laden, der gehörte Yoyos Chef. Innen drin in der Manufaktur gab es eine ganze Halle voll von Silberschmuck, verziert mit den verschiedensten Steinen. Wir hätten fast einen kleinen grünen jade-elefanten als Mitbringsel gekauft, bis wir erfahren haben, dass es gar keine echte Jade ist! Also wieder raus zu Yoyo und weiter gefahren. Er hat jedes mal gefragt, ob wir etwas gekauft hätten und war sichtlich enttäuscht, wenn wir verneinten. Er wollte uns dann dorthin zurück fahren, wo er uns heute morgen aufgesammelt hatte, aber wir baten ihn, uns einfach in der Mitte der Stadt irgendwo heraus zu lassen. Wir wollten heim laufen. Er sagte, er würde und am Gold Mountain (Tempel?) absetzen, aber dort wo er uns schließlich rauswarf, war eine kleine Militärschule. Naja, aber das ganze hat bis kurz nach halb 11 gedauert, wir sind eine ganze weile durch die Stadt gegurkt und er hat am ende wirklich nur die 20 baht verlangt. Chuck und ich sind dann durch die Militärschule hindurch zu dem dahinter gelegenen Tempel gelaufen. Es war schon wieder äußerst heiß, schwülnund unangenehm draußen. Trotzdem sind wir einmal um den Tempel herum und quer durch die ganze wirklich sehr schöne Tempelanlage gewandert. Dahinter kamen wir auf irgendeine Straße. Wir wussten wirklich nicht mehr, wo wir waren (man muss dazu sagen: die Stadtkarte aus unserem Hotel ist wirklich mist!). Aber wir sind losgelaufen und an ein paar gut aussehenden Essensständen vorbei gekommen; an einem haben wir gegessen. Sehr lecker: Reis, Gemüse, Huhn und dazu kostenlose hervorragende Kohlsuppe. Was haben wir geschwitzt! Und keine klimatisierte Mall in Sicht, nur immer mal ein 7eleven, in dem wir unsere Wasservorräte auffüllten oder einfach nur mal kurz abkühlten. Trotzdem sind wir in dieser Hitze noch über den Bo Be Market gegangen, der aber außer Klamotten nicht viel bieten konnte, haben dort eine weitere Pause eingelegt und frische Ananas genascht. Und Chuck hat sich wieder so einen kondensmilcheisshake gekauft, diesmal aber in grün :) direkt hinter dem bo be market schloss sich noch der Saphan Khao Fruchtmarkt an; hier gab es Obst so weit das Auge reichte. Von dort haben wir uns eine kleine Wassermelone mitgenommen. Durch unsere Wanderungen über die Märkte waren wir immer weiter vom Weg abgekommen und ziemlich weit weg vom Hotel. Gegen halb drei war es uns aber so sehr heiß Hand schwitzig, dass wir einfach ein tuk-tuk zum Hotel genommen haben. Von um drei bis kurz nach 5 blieben wir dann dort, haben das 5-uhr-gewitter beobachtet, die Melone gegessen und in unserem Reiseführer über kriminelle tuk-tuk-Machenschaften gelesen. Ahem.
Kurz nach 5 sind wir wieder raus gegangen, Richtung Chinatown. Dort haben wir nach ein bisschen Suchen im Gewusel ein schönes kleines essensplätzchen gefunden und mal echt chinesisches essen ausprobiert. Hat wirklich gut geschmeckt! In der zwischenzeit fing es aber wieder stärker an zu regnen, also sind wir noch ein bisschen dort geblieben und mit den  am Tisch neben uns ins Gespräch gekommen. Oscar aus Norwegen und Medizinstudentin Hanna aus Deutschland :D gerade frisch verheiratet und nun auf Hochzeitsreise. ;) Es war so witzig, dass wir eine Runde Bier nach der nächsten bestellt und immer weiter erzählt haben. Als es gar nicht mehr regnete sind wir aufgebrochen in einen anderen Stadtteil, in dem es noch mehr Kneipen und Bars geben sollte. Die Jungs sind mit der Karte vorneweg gegangen und Hanna und ich weiterhin erzählend hinterher. Nach einer ganzen Weile kamen wir endlich am Ziel an: eine laute volle Straße (Khao San Road) mit Bar an Bar, Neonlichtern, schlechten Cocktails und Plastikhockern. Wir haben aber dort noch ein Bier getrunken, Frühlingsrollen-snacks gegessen, uns für morgen abend wieder verabredet und sind dann um 3 Uhr mit einem Taxi zurück zum Hotel gefahren. Unser vertrauen in tuk-tuks ist ein bisschen erschüttert. ;)










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