Heute morgen haben wir uns mal einen Wecker fuer um 7 gestellt, weil wir erstens das Fruehstueck im Hotel ausprobieren und zweitens nicht ganz so spaet losgehen wollten, denn vormittags ist die Lufttemperatur nur halb erdrueckend und nicht vollendstens niederschmetternd! Aber, wie das immer so ist, ich habe ploetzlich meine Lieben im Skype getroffen und so lange mit ihnen erzaehlt, bis deren Internet zusammengebroeckelt ist und Chuck ist nochmal eingeschlafen :) zweiter Anlauf dann halb acht. Beim Fruehstueck waren wir die einzigen Gaeste. Wir kamen zu einem sehr minimalistischen Buffet (Obst, Toastbrot und Marmelade), bekamen dann aber eine Karte unter die Nase gehalten, von der wir uns zusaetzlich bestellen konnten, was wir wollten. Das war ziemlich cool, aber der Kellner, der uns das servierte, wich nicht mehr von unserer Seite, wollte uns dauernd etwas bringen, fragte uns ob wir noch haben wollten und trippelte und wippte die ganze Zeit vor unserem Tisch hin und her. Es war einfach zu viel! Schnellstens haben wir das Fruehstueck herunter geschlungen! Und was waren wir froh, als noch andere Gaeste kamen! Aber da waren wir dann schon so gut wie fertig und haben die Flucht ergriffen. Bis um 10 habe ich dann noch die Fotos von gestern hochgeladen und dann haben wir uns auf den Weg gemacht; wir hatten eine Touri-Attraktionsroute fuer heute geplant.
Als erstes kamen wir zum Army Museum und dem Flag Tower. Das Museum war recht gross und eigentlich ganz gut. Natuerlich alles aus vietnamesischer Sicht. Und hier heisst der Krieg auch nicht Vietnam-Krieg sondern Amerika-Krieg. Also, aus vietnamesischer Sicht betrachtet, ein gutes Museum. Eben landeseigene Propaganda; wie in jedem Museum. Auf den Flaggenturm konnte man sehr hohe bis ganz nach oben steigen; mit dem Ergebnis, dass mir hinterher auch mein rechter Quadrizeps weh tat und mein Knie sich wie Pudding anfuehlte. Aber die Aussicht war fantaatisch: sowohl ueber das Museumsgelaende mit seinen vielen alten Flugzeugen, Panzern und Autos, als auch weit ueber die Stadt bis zu den Hochhaeusern der down town. Zum Glueck waren ein paar der Ausstellungsraeume klimatisiert. Nach der Turmbesteigung haben wir im wahrsten Sinne des Wortes getropft! Gerade als wir uns die wichtigste Ausstellung ansehen wollten (die Anti-Amerikanische Strategie im Krieg, oder so aehnlich), wurden wir herausgeschmissen. Licht aus, Tueren abgeschlossen. Es war halb zwoelf, Mittagspause. Okay. Dann eben nicht. Wir haben uns dann nur noch die alten Panzer, Flugzeuge und Autos angeguckt und sind gegangen.
Naechster Punkt auf unserer Tour war das Ho Chi Minh Mausoleum. Ho Chi Minh war ein Kommunist, Praesident der Demokratischen Republik von Vietnam und sehr verehrt. Nach seinem Tod wurde Saigon in Ho Chi Minh City umbenannt und hier in Hanoi, der Hauptstadt von Vietnam, steht sein Mausoleum. Es hatte schon geschlossen, als wir ankamen (nur vormittags sind dort Besuche moeglich), aber erstens wollten wir gar nicht da rein und zweitens haetten wir sowieso nicht gedurft, wir hatten naemlich keine langen Klamotten an. Jedenfalls von aussen haben wir es mal gesehen.
Direkt daneben lagen die Botanischen Gaerten, die wir uns heute mal geschenkt haben - es war so schon tropisch genug - und am Eingang der Gaerten die One Pillar Pagoda (die auf einer Saeule stehende Pagode). Auch ganz nett. Viel besser war aber das MelonenEis, das wir davor sitzend gegessen haben! :D
Was heute echt ueberhand nahm, waren die vielen Touristenfaenger, die uns irgendwas verkaufen wollten. Manche lassen einfach nicht locker und kommen immer wieder zurueck, andere versuchen es mit den wildesten Tricks (zum Glueck hatten wir diesmal VORHER unser Reisebuch gelesen und wussten davon!). Von der Pagode aus sind wir nach Sueden gewandert, haben dabei heute die Sport-Strasse und ein Ho Chi Minh-Stadion gefunden
und haben langsam etwas zum Mittagessen gesucht. Am Himmel tuermten sich schon wieder dunkle Wolken auf und da man dem Nachmittags-Monsun-Regen hier in Asien scheinbar mehr vertrauen kann als so manchem tuk-tuk-Fahrer, wussten wir, dass es bald wieder Regen geben wuerde - genau wie gestern Mittag. Wir haben daher unsere Suche nach einem geschlossenen, klimatisierten Essplatz intensiviert und in einer kleinen Strasse, recht unscheinbar, ein mongolisches Restaurant gefunden. Dort sind wir geblieben - eine unserer besseren Entscheidungen! ;) Das Prinzip des Bestellens dort war so: man musste eine von drei Sorten Suppe auswaehlen und bekam dann einen ganzen Topf Suppe auf eine Herdplatte, die in unserem Esstisch eingelassen war, gestellt. Dazu bestellte man sich Gemuese, Fleisch oder seafood nach Belieben und das konnte man dann in die Suppe schmeissen und kochen, wieder herausfischen, mit oder ohne Bruehe und aus einem kleinen Schaelchen geniessen. (Also quasi wie ein Bruehe-Fondue). Wir haben zwei verschiedene coole Sorten Pilze, Chinakohl, Nudeln und Krebsfleischbaellchen bestellt, dazu noch KimChi. Von halb zwei bis halb drei haben wir vor uns hingekoechelt - und es war SUPER gut! echt! und das hat satt gemacht! Wir haben die Haelfte der Suppe (und natuerlich alle Zutaten) geschafft, dann waren wir VOLL!
Kurz nach halb drei war dann auch der Regen wieder vorueber :) Dann konnten wir unser drittes Ziel besuchen: den Tempel der Literatur. Das war ein wunderschoenes Gelaende, mit mehreren Toren und Gaerten, die ueber Haupt- und Seitenwege zu dem Haupttempel fuehrten. Der Tempel selbst war richtig schoen und das besondere: es war ein konfuzianischer Tempel. Der Hauptteil der Vietnamesen bezeichnet sich als Buddhisten, aber so einfach ist es nicht: viele der Vietnamesen glauben eigentlich an eine Mischung aus Buddhismus, Hinduismus und Konfuzianismus. Und es gibt sogar 7% Katholiken! Naja, deshalb sieht man jedenfalls auch hier so viele Buddhas und nun auch eben einen Konfuzius-Tempel.
Wir sind dort ziemlich lange herum gewandert. Leider waren die Ziegelsteine, mit denen der Boden gepflastert war, durch den Regen sehr nass und rutschig, so dass ich bei jedem zweiten Schritt mit meinen Flipflops nur so ueber den Boden gerutscht bin. Und nun wurde es nach dem Regen, der sowieso schon alles feucht und nass hinterlassen hatte, durch die Waerme auch noch extra warm-feucht. Naja, aber der Tempel war schoen. Es gab dort sogar Kratingdeng zu kaufen :) und ganz viele Froesche im Grass :D
Als naechstes haben wir uns den Weg zum Hauptbahnhof gebahnt. Wir wollten uns den mal angucken, denn morgen abend muessen wir wieder dort hin um in unseren Zug Richtung Saigon zu steigen. Er ist nicht so wahnsinnig gross, das heisst hoffentlich, dass wir es morgen nicht so schwer haben, das richtige Gleis zu finden.
Nach dem Bahnhof sind wir noch am Hoa Lo Gefaengnis (scherzhaft das Hanoi Hilton genannt) vorbei gelaufen (und wollten eigentlich auch rein, aber es war schon fast 17 Uhr und uns wurde mitgeteilt, dass sie bald schliessen und wir morgen wieder kommen sollen), in dem im Vietnam-Krieg amerikanische POWs (prisoner of war, Kriegsgefangene) festgehalten wurden.
Von dort aus sind wir einfach nur noch zurueck zum Hotel gestolpert. Ihr koennt euch nicht vorstellen, wie nassgeschwitzt wir waren. ALLE unsere Sachen klebten uns am Koerper, die Umhaengetasche klebt und stinkt und wie wir rochen, das moechte ich euch gerne ersparen. Nur so viel, nach Rosen haben wir nicht geduftet. Und immerzu dieses stanedige Angehuptwerden von den Motorrollerfahrern! Sie hupen einfach IMMER und UEBERALL! Und eine Strasse ohne Ampel zu kreuzen grenzt an Lebensgefahr!
Viertel nach 5 waren wir zurueck und haben erstmal einfach gar nichts getan, Pause. Klimaanlage!
Halb sieben sind wir nochmal losgezogen und waren direkt um die Ecke bei so einem kleinen Essstand Abendessen. Das war wirklich gut: Reis, Gemuese und Tofu und dazu eine Suppe, in der das gruene gurkenaehnliche Etwas schwamm, dass ich gestern gekauft hab und roh essen wollte. Gekocht schmeckte es verdammt gut! Von dort sind wir noch eine Runde gelaufen, haben in einer Weinbar ein gutes Glas chilenischen Weisswein getrunken und in einer Cocktailbar einen kleinen Cocktail und waren dann schon wieder auf dem Rueckweg. Dabei sind wir an einem Supermarkt in der Naehe unseres Hotels vorbei gekommen, bei dem wir morgen Verpflegung fuer die Zugfahrt einkaufen wollen (Picknickversuch Nummer 2). Viertel vor 9 waren wir zurueck und fuer heute reichts auch. Wir sind - fuer die Wetterverhaeltnisse hier - eine ziemlich grosse Runde gelaufen und haben innerhalb von gestern und heute die meisten wichtigen Dinge in Hanoi gesehen :)
Als erstes kamen wir zum Army Museum und dem Flag Tower. Das Museum war recht gross und eigentlich ganz gut. Natuerlich alles aus vietnamesischer Sicht. Und hier heisst der Krieg auch nicht Vietnam-Krieg sondern Amerika-Krieg. Also, aus vietnamesischer Sicht betrachtet, ein gutes Museum. Eben landeseigene Propaganda; wie in jedem Museum. Auf den Flaggenturm konnte man sehr hohe bis ganz nach oben steigen; mit dem Ergebnis, dass mir hinterher auch mein rechter Quadrizeps weh tat und mein Knie sich wie Pudding anfuehlte. Aber die Aussicht war fantaatisch: sowohl ueber das Museumsgelaende mit seinen vielen alten Flugzeugen, Panzern und Autos, als auch weit ueber die Stadt bis zu den Hochhaeusern der down town. Zum Glueck waren ein paar der Ausstellungsraeume klimatisiert. Nach der Turmbesteigung haben wir im wahrsten Sinne des Wortes getropft! Gerade als wir uns die wichtigste Ausstellung ansehen wollten (die Anti-Amerikanische Strategie im Krieg, oder so aehnlich), wurden wir herausgeschmissen. Licht aus, Tueren abgeschlossen. Es war halb zwoelf, Mittagspause. Okay. Dann eben nicht. Wir haben uns dann nur noch die alten Panzer, Flugzeuge und Autos angeguckt und sind gegangen.
Naechster Punkt auf unserer Tour war das Ho Chi Minh Mausoleum. Ho Chi Minh war ein Kommunist, Praesident der Demokratischen Republik von Vietnam und sehr verehrt. Nach seinem Tod wurde Saigon in Ho Chi Minh City umbenannt und hier in Hanoi, der Hauptstadt von Vietnam, steht sein Mausoleum. Es hatte schon geschlossen, als wir ankamen (nur vormittags sind dort Besuche moeglich), aber erstens wollten wir gar nicht da rein und zweitens haetten wir sowieso nicht gedurft, wir hatten naemlich keine langen Klamotten an. Jedenfalls von aussen haben wir es mal gesehen.
Direkt daneben lagen die Botanischen Gaerten, die wir uns heute mal geschenkt haben - es war so schon tropisch genug - und am Eingang der Gaerten die One Pillar Pagoda (die auf einer Saeule stehende Pagode). Auch ganz nett. Viel besser war aber das MelonenEis, das wir davor sitzend gegessen haben! :D
Was heute echt ueberhand nahm, waren die vielen Touristenfaenger, die uns irgendwas verkaufen wollten. Manche lassen einfach nicht locker und kommen immer wieder zurueck, andere versuchen es mit den wildesten Tricks (zum Glueck hatten wir diesmal VORHER unser Reisebuch gelesen und wussten davon!). Von der Pagode aus sind wir nach Sueden gewandert, haben dabei heute die Sport-Strasse und ein Ho Chi Minh-Stadion gefunden
und haben langsam etwas zum Mittagessen gesucht. Am Himmel tuermten sich schon wieder dunkle Wolken auf und da man dem Nachmittags-Monsun-Regen hier in Asien scheinbar mehr vertrauen kann als so manchem tuk-tuk-Fahrer, wussten wir, dass es bald wieder Regen geben wuerde - genau wie gestern Mittag. Wir haben daher unsere Suche nach einem geschlossenen, klimatisierten Essplatz intensiviert und in einer kleinen Strasse, recht unscheinbar, ein mongolisches Restaurant gefunden. Dort sind wir geblieben - eine unserer besseren Entscheidungen! ;) Das Prinzip des Bestellens dort war so: man musste eine von drei Sorten Suppe auswaehlen und bekam dann einen ganzen Topf Suppe auf eine Herdplatte, die in unserem Esstisch eingelassen war, gestellt. Dazu bestellte man sich Gemuese, Fleisch oder seafood nach Belieben und das konnte man dann in die Suppe schmeissen und kochen, wieder herausfischen, mit oder ohne Bruehe und aus einem kleinen Schaelchen geniessen. (Also quasi wie ein Bruehe-Fondue). Wir haben zwei verschiedene coole Sorten Pilze, Chinakohl, Nudeln und Krebsfleischbaellchen bestellt, dazu noch KimChi. Von halb zwei bis halb drei haben wir vor uns hingekoechelt - und es war SUPER gut! echt! und das hat satt gemacht! Wir haben die Haelfte der Suppe (und natuerlich alle Zutaten) geschafft, dann waren wir VOLL!
"scharf!!"
Kurz nach halb drei war dann auch der Regen wieder vorueber :) Dann konnten wir unser drittes Ziel besuchen: den Tempel der Literatur. Das war ein wunderschoenes Gelaende, mit mehreren Toren und Gaerten, die ueber Haupt- und Seitenwege zu dem Haupttempel fuehrten. Der Tempel selbst war richtig schoen und das besondere: es war ein konfuzianischer Tempel. Der Hauptteil der Vietnamesen bezeichnet sich als Buddhisten, aber so einfach ist es nicht: viele der Vietnamesen glauben eigentlich an eine Mischung aus Buddhismus, Hinduismus und Konfuzianismus. Und es gibt sogar 7% Katholiken! Naja, deshalb sieht man jedenfalls auch hier so viele Buddhas und nun auch eben einen Konfuzius-Tempel.
Wir sind dort ziemlich lange herum gewandert. Leider waren die Ziegelsteine, mit denen der Boden gepflastert war, durch den Regen sehr nass und rutschig, so dass ich bei jedem zweiten Schritt mit meinen Flipflops nur so ueber den Boden gerutscht bin. Und nun wurde es nach dem Regen, der sowieso schon alles feucht und nass hinterlassen hatte, durch die Waerme auch noch extra warm-feucht. Naja, aber der Tempel war schoen. Es gab dort sogar Kratingdeng zu kaufen :) und ganz viele Froesche im Grass :D
Als naechstes haben wir uns den Weg zum Hauptbahnhof gebahnt. Wir wollten uns den mal angucken, denn morgen abend muessen wir wieder dort hin um in unseren Zug Richtung Saigon zu steigen. Er ist nicht so wahnsinnig gross, das heisst hoffentlich, dass wir es morgen nicht so schwer haben, das richtige Gleis zu finden.
Nach dem Bahnhof sind wir noch am Hoa Lo Gefaengnis (scherzhaft das Hanoi Hilton genannt) vorbei gelaufen (und wollten eigentlich auch rein, aber es war schon fast 17 Uhr und uns wurde mitgeteilt, dass sie bald schliessen und wir morgen wieder kommen sollen), in dem im Vietnam-Krieg amerikanische POWs (prisoner of war, Kriegsgefangene) festgehalten wurden.
Von dort aus sind wir einfach nur noch zurueck zum Hotel gestolpert. Ihr koennt euch nicht vorstellen, wie nassgeschwitzt wir waren. ALLE unsere Sachen klebten uns am Koerper, die Umhaengetasche klebt und stinkt und wie wir rochen, das moechte ich euch gerne ersparen. Nur so viel, nach Rosen haben wir nicht geduftet. Und immerzu dieses stanedige Angehuptwerden von den Motorrollerfahrern! Sie hupen einfach IMMER und UEBERALL! Und eine Strasse ohne Ampel zu kreuzen grenzt an Lebensgefahr!
Viertel nach 5 waren wir zurueck und haben erstmal einfach gar nichts getan, Pause. Klimaanlage!
Halb sieben sind wir nochmal losgezogen und waren direkt um die Ecke bei so einem kleinen Essstand Abendessen. Das war wirklich gut: Reis, Gemuese und Tofu und dazu eine Suppe, in der das gruene gurkenaehnliche Etwas schwamm, dass ich gestern gekauft hab und roh essen wollte. Gekocht schmeckte es verdammt gut! Von dort sind wir noch eine Runde gelaufen, haben in einer Weinbar ein gutes Glas chilenischen Weisswein getrunken und in einer Cocktailbar einen kleinen Cocktail und waren dann schon wieder auf dem Rueckweg. Dabei sind wir an einem Supermarkt in der Naehe unseres Hotels vorbei gekommen, bei dem wir morgen Verpflegung fuer die Zugfahrt einkaufen wollen (Picknickversuch Nummer 2). Viertel vor 9 waren wir zurueck und fuer heute reichts auch. Wir sind - fuer die Wetterverhaeltnisse hier - eine ziemlich grosse Runde gelaufen und haben innerhalb von gestern und heute die meisten wichtigen Dinge in Hanoi gesehen :)
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