Dienstag, 21. August 2012

22.08. Mittwoch Good morning, vietnam!

Heute war aus-check-Tag aus unserem Hidden Charm Hotel in Hanoi. Wir hatten aber bis 12 Uhr dafür Zeit, also haben wir es ruhiger angehen lassen. Erst ausgeschlafen, dann gefrühstückt (Frühlingsrollen), Fotos umgespeichert, noch ein bisschen ausgeruht und halb 12 Sachen gepackt. Punkt 12 mussten wir auschecken, konnten aber unser gesamtes Gepäck, was reichlich viel ist, noch im Hotel lassen und so sehr leichtbepackt nochmal in die Stadt gehen. Als erstes waren wir wieder bei dem Schildkröten-Tempel. Auch dieser war wieder ein sehr schöner Konfuziustempel, aber bis auf die große Steinschildkröte haben wir keine weiteren (lebenden) Schildis im und am Tempel gesehen. Anschließend haben wir uns, etwa gegen 13 Uhr, auf den Weg gemacht einer Empfehlung des vietnamesisch-deutschen Barkeepers vom Montag zu folgen: zu einem Restaurant namens Quan Ngon Anh (oder sowas in der Art). Das war ein vietnamesisches Freiluftrestaurant, in dem die Tische und Stühle in der Mitte standen und eine Art Essensstandbuffet darum herum aufgebaut war. Man bestellte von der Karte aber die Kellner liefen zu den einzelnen Ständen und sammelten das Essen zusammen; ziemlich cool und ziemlich lecker! Dann, nach dem Essen, war es schon halb drei, es war total heiß und wir wollten uns einfach nur ein Plätzchen im Schatten zum Ausruhen suchen. Auf unserer Karte war in der Nähe ein See eingezeichnet, zu dem wollten wir gehen. Dazu sind wird dann nochmal eine halbe Stunde durch die Straßen gelaufen, haben viele Cafés und Marktstände gefunden aber keinen See. Dafür hat uns ein russischer Tourist gefunden, der allein und ohne Karte versuchte, das Ho Chi Minh Mausoleum zu finden. Dem haben wir dann erstmal den Weg erklärt und unsere Karte geschenkt. Den Weg zurück in unsere Richtung kannten wir mittlerweile gut genug selbst. Wir sind aber noch nicht wieder ins Hotel gegangen (es war erst halb vier), sondern erstmal noch etwas Kaltes trinken in einer Backpacker-Bar in der Nähe des Hotels und danach noch in einen kleinen Supermarkt, Lebensmittel für Abendbrots- und Frühstücks-Picknick im Zug (Brot, Käse, Obst, Joghurt, Kekse, Wein) einkaufen. Um 5 waren wir im Hotel, holten unser Gepäck und haben uns ein Taxi rufen lassen. Die Hotelleute haben uns zum Abschied noch zwei Flaschen Wasser und einen kitschig-hübschen Teller geschenkt; keine Ahnung, warum. Vielleicht sahen wir so bedürftig aus, oder vielleicht wollten sie auch nur ihren alten Kram loswerden, wer weiss. Schwerbepackt stiegen wir in das Taxi und waren eine viertel Stunde später am Bahnhof. Auf der Fahrt haben wir das Verkehrschaos endlich mal von der Seite eines motorisierten  Verkehrsteilnehmers betrachten können - und es war noch schlimmer als als Fußgänger! Die Motorroller schwirrten um das Taxi herum wie wütende Bienen, einer hat unser Taxi sogar angestoßen! Naja, der Taxifahrer blieb cool. Viertel nach fünf waren wir am Bahnhof, fanden unser Gleis und warteten dann zusammen mit unserem Gepäckhaufen bis zehn nach sechs. Dann wurde die Tür zum Gleis geöffnet und wir konnten schon in den Zug einsteigen; Wagen 9, Zimmer 1. Es war ziemlich warm in dem Wagen, aber wir dachten, die Klimaanlage geht bestimmt erst an, wenn der Zug losfährt. Beim Durchstreifen der anderen Wagons, merkten wir aber, dass die anderen Wagen echt kalt waren - eben nur unserer nicht! Oh nein! Nicht schon wieder! Die Klimaanlage war kaputt! Das gleiche Glück hatten wir schonmal auf der Zugheimfahrt von Prag nach Berlin! Es wurde immer heißer in dem Wagen! Sauna! Alle Versuche, den Schaffnern Bescheid zu sagen, wurden entweder nicht verstanden oder ignoriert. Endlich fiel einem der Bahnleute auf, wie heiss es in unserem Wagen war! Er kam zurück mit einer Zange, zangte irgendwas in einem Fach herum und dann gingen die Lüfter an! Heureka! So ganz wirklich richtig kühl wurde es nicht, aber immerhin deutlich besser als vorher! Punkt 19 Uhr fuhr der Zug dann endlich los. Chuck und ich haben unser Abendbrots-Picknick veranstaltet, was uns übrigens sehr gut gelungen ist! Dann haben wir - in Ermangelung eines Korkenziehers - mit Hilfe eines Schaffners und seinem großen Zug-Schlüssel noch den Korken in die Weinflasche gedrückt und auf unser Zugabenteuer angestoßen; vor allem Chuck kann sich gar nicht einkriegen vor Freude über die Zugfahrt :D halb zehn war ich dann so k.o. und warm, dass ich einfach eingeschlafen bin. Chuck hat noch länger durchgehalten.






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