Sonntag, 5. August 2012

Samstag 4. August

Schon wieder früh aufgewacht (aber nach dem gestrigen Tag hab ich auch früh geschlafen wie ein Stein), leider Yoga verpasst, aber wieder mehr als ausreichend gefrühstückt. Kurz nach 9 haben wir uns wieder ein Moped gemietet und sind Richtung Amlapura aus Candidasa heraus gefahren, aber kurz vorher abgebogen zu dem white Sand Beach, oder auch Virgin Beach, an dem wir schonmal waren an unserem Schnorcheltag. Natürlich saß auch hier am Weg eine Straßenkontrolle, die 3000 rupiah pro Person verlangte. Aber wir hatten keine "kleinen Scheine" dabei, also durften wir durch und sollten später zahlen. Moped geparkt, runter zum Strand, Strandliegen besetzt und in die Sonne gelegt. Heute waren die wellen ziemlich hoch und überschlagend, deshalb war ich nur zweimal kurz im Wasser, es hat einfach irgendwie Angst gemacht! Chuck dagegen war die meiste zeit im Wasser, hat in den Wellen gespielt wie ein kleiner Delphin und sich dabei ordentlich verbrannt. Ich hab solange unter meinem Sonnenschirm gelegen, gelesen und Postkarten geschrieben. Mittags haben wir nochmal köstlichen gegrillten Mahi-Mahi und unsere eingekaufte Melone gegessen. Bis 16 Uhr waren wir am Strand, dann verschwand die Sonne hinter den Bäumen und es wurde windig und kühl. Da haben wir uns auf den Rückweg zum Hotel gemacht, geduscht und den Sonnenbrand gekühlt. Zum Abendessen sind wir nochmal in das Warung dieser netten älteren Dame gefahren und haben wieder gut balinesisch gegessen. Danach waren wir so müde, dass wir um 8 einfach zurück zum Hotel gefahren sind und uns hingelegt haben.

Von den zwei niedlichsten Dingen von Bali möchte ich noch erzählen.
Das eine sind die kleinen Kinder. Sie sind so lustig und fröhlich, winken immer und rufen halloooooo! :D und jeden morgen und abend, wenn man die Straße entlang fährt, gibt es Stau. Dann weiss man, die Schulkinder sind wieder unterwegs. Sie marschieren dann nämlich von einer Stadt in die nächste (warum, wissen wir auch nicht genau, eventuell zum Sportplatz, sie sind nämlich meistens in sportsachen), auf der Straße. Dann winken sie allerdings nicht, sondern marschieren sehr konzentriert.
Meine zweite lieblings-niedlichkeit hier sind die kleinen blumenopfergaben. Jeden morgen wir ein aus palmenblättern geflochtenes kleines Körbchen, gefüllt mit bunten Blumen, manchmal auch mit ein paar reiskörnchen, vor die Haustür oder auf einen kleinen Altar gelegt. Darauf liegt noch ein räucherstäbchen. Deshalb riecht morgens die Luft immer sehr angenehm verräuchert. Manchmal werden dazu auch Haufen von kokosnussschalen angezündet, dann liegen richtige rauchnebel in der Luft. Da die kleinen opfer meist auf dem weg liegen, und über den Tag Hunde, Katzen, Hühner und Menschen darüber laufen, sehen sie am Abend sehr zerfleddert und verstreut aus. Aber das macht nichts, denn am nächsten morgen gibt es neue. An den kleinen Straßenständen kann man ganze Tüten von vorgebastelten kleinen blumenopferschälchen kaufen! Ich versuche mal ein Bild von so einem Blumenopfer morgens und abends zu machen (und lade die Bilder dann noch hier hoch). Die ganze Straße ist voll von diesen kleinen Blüten, jedes Schälchen sieht ein bisschen anders aus als das nächste, aber alle sind sehr niedlich und kunstvoll gebastelt.

Als letztes möchte ich nochmal von unserer pech-glocke erzählen. Unterwegs zwischen Rezeption und unserem Zimmer hängt an einem Baum ein kleines Glöckchen, das man im vorbeigehen klingeln soll, für gutes Glück für den Tag. Da aber, seit wir diese Glocke klingeln, viele Dinge eher schief gegangen sind (Kreditkarte weg, Regen beim Mopedfahren), habe ich beschlossen, die Glocke zu ignorieren. Außerdem haben wir ja sehr schnell gelernt, dass sich das Karma hier mit je mehr Geld desto besser, sehr freundlich stimmen lässt. Wozu also noch die Glocke? ;-)



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