Heute sind wir wieder extra früh aufgestanden. Meist bin ich noch eher wach als Chuck und setze mich auf die Terrasse und surfe im Internet. Heute morgen habe ich jemanden dabei auf unserer Couch entdeckt :) siehe Foto. Jeden morgen ist es sehr bewölkt, richtig zugezogen. Zwischen 8 und 9 reißt dann die Wolkendecke auf und es wird warm. So auch heute. Um 7:30 Uhr haben wir uns mit anderen Gästen zum "refreshing walk" in der lobby getroffen. Unser balinesischer tourguide hat uns durch ein Stück Wald und dann durch ein Reisfeld geführt und viel zu den Pflanzen und dem Anbau erzählt. Dabei haben wir entdeckt: riesige Bananen- und Palmenbäume mit Bananen und Kokosnüssen, Bambus, eine ananaspflanze, Kühe, Schweine und Hühner, die einfach so mitten im Wald gehalten werden, physalispflanzen, erdnusspflanzen (aber die Erdnüsse wachsen in der Erde, ähnlich wie Kartoffeln), Bohnen und sehr sehr lange Bohnen, die für das Gado-Gado benutzt werden. Viele Reisfelder mit Vogelscheuchen und kleinen Hüttchen, die jeweils einem Farmer gehören. Und es wurde wärmer und wärmer. Kurz vor 9 waren wie wieder am Hotel und haben das Frühstück-Buffett gestürmt. Zu meiner persönlichen großen Freude gibt es jeden morgen in irgendeiner Form gekochtes Gemüse :)
Nach dem Frühstück haben wir uns wieder einen Motorroller gemietet und sind losgescootert. Erst Richtung Amlapura, von dort immer geradeaus Richtung Besakih. Dort steht nämlich der (angeblich) größte Hindutempel der Welt, und den wollten wir uns ansehen. Leider fing es kurz hinter amlapura an zu regnen und wie wurden so nass, dass wir anhalten mussten. Ein bisschen genieselt hat es immer noch aber wir wollten weiter. Die nächste Zwangspause mussten wir eine halbe Stunde vor Besakih machen als es wieder heftiger regnete und wir durchnässt und kalt waren. Die stecke, die wir gefahren sind, war aber wunderschön: kleine Dörfer mit Märkten, Reisfelder und Reis-Terrassen, Tempel, fröhliche niedliche Schulkinder, Täler und Berge, Palmen und Bananenbäume. Endlich waren wir in besakih. Am Stadteingang wurden wir erstmal von der Polizei angehalten. Wir mussten nämlich staatlichen eintritt und Parkgebühren bezahlen, 35000 Rupien. Dann durften wir weiterfahren und wurden auf einen Parkplatz gewunken. Daneben stand ein "Touristen-Informations"-Haus und dort mussten wir rein. Uns wurde erklärt, dass wir nicht ohne einen Führer in die Tempelanlage gehen dürfen und dass der Führer nochmal 300000 Rupien kostet. Oder wenn wir möchten, dann weniger, etwa 250000. Knallhart hat chuck noch auf 200000 herunter gehandelt. Dann kamen noch 20000 Rupien für die Tücher, die wir uns um finden mussten, hinzu. (Mitgerechnet? 255000 Rupien). Dann sind wir mit dem tourguide in die wunderschönen Tempelanlagen gegangen. Er hat viel erzählt und erklärt. In der Mitte, der Muttertempel war Shiva gewidmet. Rechts davon der Tempel für Brahma und links der Tempel für Vishnu. Insgesamt über 30 kleine und große Tempel gehörten zu der Anlage. Und sie waren alle wunderschön! (Fotos!) Aus schwarzen Lavastein und reich verziert. Dann wurden wir gefragt, ob wir in Brahmas Tempel, der für alle Religionen offen ist, beten wollen. Nichtsahnend sagten wir ja und wir bekamen ein kleines Blumenopfer mit räucherstäbchen, beteten zu den Gottheiten (rote Blume für brahma, Gott des Feuers, weiße Blume für Shiva, Gott des Windes und blaue Blume für Vishnu, Gott des Wassers - hoffentlich erinnere ich das so richtig!) wurden mit heiligem Wasser gesprenkelt und durften dann unsere freiwillige spende abgeben. Als ich ein paar Scheine aus dem Portemonnaie gezogen hatte, wurde uns von unserem tourguide mitgeteilt, dass das nicht genug sei und dass wir auch gerne 10 Euro pro Person geben dürfen. Hatten wir natürlich nicht dabei. Dann sollten es 100000 Rupien sein (jetzt 355000), für das gute Karma selbstverständlich (denkt noch jemand an Ablasshandel?) Dann gingen wir weiter, es regnete immer noch und wir waren echt durchnässt. Eine Tanzzeremonie und eine segnungszeremonie später war unsere Tour auch schon zu ende und wir um 35 Euro leichter. Saubande.
Weil es schon 14 Uhr war, und wir immer noch nass und kalt, sind wir kurz hinter Besakih in ein kleines verstecktes Restaurant gegangen und haben gemittagt. Als wir um 3 weiter gefahren sind, regnete es schon nicht mehr und halb vier schien wieder die sonne! :) wir wollten eigentlich wieder so zurück fahren, wie wir hergekommen waren, haben aber irgendwo eine Abzweigung verpasst und landeten dann schließlich wieder auf der Hauptstraße nach Candidasa und nicht auf unserer schönen Straße. Naja, wenigstens waren wir wieder warm und trocken. Durch Candidasa durch und nochmal bis Amlapura. Einmal durch die ganze Stadt durch. Sie ist viel größer als candidasa und irgendwie ehrlicher. Nicht so touristisch. In hardys mall haben wir Wassermelone und Getränke gekauft und dann in einer kleinen Seitenstraße bei einer sehr netten Frau, die kein Wort englisch sprach, ein paar kleine Mitbringsel. So ein lustiges Verkaufsgespräch hab ich in meinem ganzen leben noch nicht geführt! :D dann zurück zum Hotel und Sachen abgeladen. Kurz nach 6 wieder in die Stadt. Heute haben wir uns mal noch einen Cocktail gegönnt im sehr loungigen "le 48", in dem alle balinesischen Kellnerinnen wie Audrey Hepburn angezogen, arbeiteten. Die Cocktails waren aber echt gut. Sie haben hier dieses zeug, Arak, sie nennen es palmenwein aber eigentlich ist es mehr schnapps als alles andere! Das mischen sie auch in die Cocktails. Und dieses mal in einem guten Mischungsverhältnis, bei unserem ersten cocktailversuch war wohl einfach zu viel arak drin. Nach den Cocktails waren wir noch in einem kleinen Warung (=kleines Restaurant auf balinesisch) bei einer sehr netten und lustigen Frau, die selbst für uns gekocht hat. Wir hatten Cap Cay (Gemüse), nasi goreng und als Dessert gebackene Ananas. (Ich glaube bami goreng und nasi goreng stammen aus Indonesien. Das gibt es hier überall!) Danach sind wir einfach nur noch zurück gefahren, haben noch Fotos von der Kamera herunter geladen und sind schlafen gegangen.
Samstag, 4. August 2012
Freitag 3.8. Hati hati! Bali!
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