Montag, 30. Juli 2012

Freitag 27. Juli NZ 5

Wir sind halb acht an dem truck stop aufgewacht - und draußen war FROST! Es war auch eine ziemlich kalte Nacht im Wohnwagen, trotz Heizung. Naja, wir haben erstmal wieder Milchreis gekocht und wollten dann duschen. Am truck stop für 2 Dollar oder in camper. Leider wurde unser Wasser nicht warm. Also hieß es warten. Ich habs als erstes versucht und hatte gerade genug Wasser für einmal waschen und wieder abspülen, dann wurde es wieder kalt. Chuck hatte dann etwas länger warmes Wasser aber danach war der Wassertank wieder alle. Seufz. Blöderweise lief auf einmal der Abfluss nicht mehr ab. Wahrscheinlich waren die Abflüsse ein bisschen eingefroren. In Waschbecken und Dusche stand das Wasser bis zum Rand! Ganz vorsichtig und schwappend sind wir zur abwasserstelle des truck stops gerollt (ich war hinten im camper und habe eine handtuchbarriere vor den abwasserwellen gebaut) und haben den abwassertank entleert. Sofort liefen auch Spüle und Dusche nach. Dann endlich konnten wir um 9.30 Uhr starten.

Wir sind erstmal zurück gefahren Richtung Pickton (Fähre), immer noch auf dem Highway 1, classic NZ wine trail (der übrigens genau bei dem truck stop endete) bis zur ersten winery, die wir gesehen hatten: Johanneshof bei pickton. Dort waren wir kurz vor 10 und konnten dann um 10 eine Weinprobe machen. Wir kosteten 4 weine, zahlten 5 Dollar und gingen. Die weine waren gut, aber teuer! Es gab sogar Gewürztraminer!
Weiter ging es wieder zurück zu der Richtung aus der wir kamen. Die Gegend heisst übrigens Marlborough county, ist ein teil vom Staat (?) Canterbury, und ist bekannt für seine guten Weißweine, vor allem Sauvignon blanc und pinot gris. Unsere nächste Station war eine distillery, in der fruchtbrandys gebrannt wurden. Dort haben wir butterscotch cream schnapps und chocolate schnapps probiert und eine fertig-glühweinmischung, die man nur mit Wasser verdünnen musste und dann Glühwein hatte :)
Als drittes hielten wir kurz vor 11 bei einem sehr hübschen Montana Weingut an. Öffnungszeit war um 11, wir durften aber trotzdem schon rein. Die Dame am Tresen war sehr nett, gab uns sechs weine zum kosten, erzählte viel und erwartete nichts von uns! Hier haben wir drei Flaschen verschiedene Weißweine gekauft :) dann empfahl sie uns noch eine winery in Seddon und schon waren wir wieder auf der Straße. In seddon angenommen, fanden wir die Yealands winery ziemlich bald. Am Fuß der berge des richmond forest park, immer nur weiter durch die Weinberge fahren und ganz am Ende war das Weingut. Ziemlich modernes Gebäude, ziemlich chic innen drin. Als erstes mussten wir uns ein Video über die winery angucken. War zwar ein bisschen kitschig, aber wirklich beeindruckend war, dass dort alles recycled wird! Die Flaschen, Korken, Papier und sogar die Nebenprodukte beim weinherstellen. Und sie haben dort mini-Schweine, die um die Reben herumlaufen und so den Boden auflockern und mini-Schafe, die das Unkraut und Gras fressen, aber zu klein sind, um an die rebstöcke heran zu reichen! :D naja, dort konnten wir 10 weine probieren, haben gefachsimpelt und dann am Ende noch eine Flasche dort mitgenommen. Mittlerweile war es schon halb eins! Um 13 Uhr fanden wir ein nettes kleines Restaurant an der Straße und haben dort gemittagt. Dann weiter auf dem Highway 1 Richtung Kaikoura. Ziemlich bald wurde es ein küstenhighway und führte über eine lange strecke direkt an der ostseitigen Pazifikküste entlang. In Kekerengu mussten wir einen ersten stop einlegen und die atemberaubend schöne Aussicht auf die Küste bewundern (dabei haben wir einen Seelöwen gesehen!). Kurz danach gleich wieder angehalten am Ohau Point mit einer ganzen seelöwen-Kolonie! Es war nicht mal sehr sonnig, aber die Tiere lagen dort faul auf den Steinen :) ein paar seelöwenbabies haben in einem pool (ein Wasserloch in den felssteinen) geplantscht - hach, war das alles niedlich! Scheinbar ist diese Küste auch bekannt für frisch gefangen und gekochten crayfish (Langusten) - aber das haben wir uns und den Tieren nicht angetan, sind aber an vielen crayfish snack ständen vorbei gekommen. Etwa 15 Uhr haben wir das sehr schöne Städtchen Kaikoura erreicht und beschlossen, hier einen Kaffee zu trinken. Zielsicher hat Chuck ein Café mit angeschlossener fudge company angesteuert :D natürlich haben wir auch hier fudge ausprobiert. Und wir konnten ins Internet! Dort konnte ich dann endlich mal meine letzten blogeinträge hochladen! Eine dreiviertel Stunde später sind wir weiter gefahren. Nun haben wir den küstenhighway verlassen und sind weiter gefahren auf der 70 Richtung Hanmer Springs im Hanmer Forest Park - hier sollte es auch heiße Thermalquellen geben. Die Straße dorthin war mal wieder sehr kurvig und eng, aber die Aussicht war atemberaubend! Die höchsten Berge um uns herum waren sogar schneebedeckt! Erfreulicherweise hatte ich in einem Reiseführer etwas über einen günstigen Campingplatz gelesen. Während der Rest von hanmer springs eher wie ein nobel-ski-ort aussah (z.b. Aspen), galt das für unseren Campingplatz, als wir ihn dann endlich in der Dämmerung gefunden hatten, nicht. Wir meldeten uns an und fuhren dann nochmal zurück in die Stadt um Geld zu holen und eine runde herum zu laufen. Es war arschkalt. Die Thermalquellen kosteten 18 Dollar pro Person, ein Bier 8 und die Backpacker-Kneipen waren schon randvoll. Also sind wir einfach wieder zurück zum Campingplatz gegondelt, haben uns campingklar gemacht, im Klo erstmal Deutsche getroffen, noch schnell im internet gesurft und chuck für unikurse angemeldet und es uns dann in unserem wagen mit einer Flasche winery-wein gemütlich gemacht. Zwei runden rommee, dann war es halb zehn und wir sind schlafen gegangen.

Km: 325
Unterwegszeit: 9h 30min
Am tag "wow" gesagt: trizillion mal
Nette kiwis: viele





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